
Ihr Kind kann sich in seinem Zimmer nicht konzentrieren und sitzt daher immer im Wohnzimmer oder in der Küche, wenn’s ans Hausaufgaben machen oder ans Lernen geht? Vielleicht liegt’s ja an den falschen Farben ...
Raumfarben haben einen wesentlichen Einfluss auf unser persönliches Befinden. Mit ihnen werden Stimmungen erzeugt, die auf unser Gemüt abfärben.
Damit Ihr Kind sich in seinem Zimmer wohlfühlt, sollte dieses daher mit den richtigen Farben gestaltet sein. Die persönliche Lieblingsfarbe darf dabei natürlich nicht zu kurz kommen, einzelne Akzente führen allerdings oft eher zum gewünschten Ergebnis als breitflächiges Einfärben der Wände in Knallrosa oder Himmelblau!
Mit der richtigen Farbmischung können nicht nur die Atmosphäre eines Raumes verändert, sondern auch dessen Proportionen nachgebessert werden.
Helle Farben wirken freundlich und lassen einen Raum größer, teilweise auch kühler wirken. Dunkle Farben wirken einengend, sie verkleinern Räume optisch, was auch für Gemütlichkeit sorgen kann.
Kalte Farben, wie Blau oder Violett, wirken beruhigend, kühl und erfrischend. Sie vermitteln Funktionalität. Nicht zuletzt lassen sie Räume auch größer wirken. Zu viel kühle Farbe kann allerdings auch zum Frösteln bringen.
Warme Farben, wie Gelb, Orange oder Rot, wirken anregend und anheimelnd. In Räumen mit wenig Sonneneinstrahlung können sie eine sonnige, warme Atmosphäre schaffen. In zu starker Dosierung machen sie allerdings auch unruhig und aggressiv.
wir mit der richtigen Farbauswahl unser körperliches Empfinden austricksen können? – Während Testpersonen in einem blaugrünen Raum schon bei 15°C Raumtemperatur gefroren haben, fuhr ihnen die Kälte in einem orangeroten Raum erst bei 11°C in die Glieder!
Im Kinderzimmer sind verschiedenste Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen: Im Arbeitsbereich werden Hausaufgaben gemacht und wird gelernt, im Spielbereich sind Action und Unterhaltung angesagt, und der Relax- und Schlafbereich soll Entspannung und Ruhe bringen.
Jeder dieser Bereiche sollte mit den passenden Farbakzenten versehen werden, gleichzeitig sollten Sie allerdings darauf achten, dass Ihr Kind nicht von einem Übermaß an Farbeffekten erschlagen wird. Knallige Farben sollten daher auch eher sparsam und als Einzelakzente eingesetzt werden.
Für die Spielecke eignen sich kräftige, warme, aktivierende Farben, wie etwa Orange.
Grün schafft die besten Voraussetzungen im Arbeitsbereich: Es fördert nicht nur die Konzentration, sondern macht auch Lust auf neue Entdeckungen! Gelb ist ebenfalls ein Munter- und Fitmacher, ein Zuviel davon kann allerdings auch unruhig machen. Vor allem bei Kindern mit Lernstörungen sollte man Gelb daher nur als Einzelakzent, zum Beispiel in Form von gelben Vorhängen, einsetzen.
Der Ruhe- bzw. Schlafbereich sollte von zurückhaltenden, beruhigenden Farben dominiert sein, zum Beispiel von einem hellen Blau oder Rosa.
Magnetfarbe gibt Ihrem Kind die Möglichkeit, sein Zimmer täglich neu zu gestalten. Zeichnungen, Postkarten, Fotos, Poster – mit lustigen Magneten können diese jederzeit an der Wand befestigt und beliebig um- oder abgehängt werden!
Zusammenfassend kann man sagen, dass es das allgemeingültige Pauschalrezept für die Gestaltung des optimalen Kinderzimmers nicht gibt!
Indem man sich allerdings die räumlichen Gegebenheiten genau ansieht, auf den Charakter des Kindes Rücksicht nimmt und mit ihm gemeinsam über dessen Wünsche spricht, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen! Und im schlimmsten Fall greift man einfach noch einmal zum Pinsel und malt gemeinsam frisch aus!
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Farbe
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Wirkung
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Do’s & Don’ts
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Blau
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kühl, sauber, beruhigend, appetithemmend
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J: in hellen Tönen à Schlafbereich; |
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Braun
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gemütlich, beruhigend, wärmend
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J: überall einsetzbar
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Gelb
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erfrischend, belebend, stimmungshebend, regt Verdauung, Konzentration und Gedächtnis an |
J: Lernbereich, Besprechungsräume
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Grün
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entspannend, vitalisierend, fördert Konzentration und macht Lust auf Neues Achtung: Bei Mischung mit Blau wirkt Grün kalt!
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J: Wohn- und Arbeitsbereiche, die Ruhe geben und gleichzeitig anregen sollen |
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Orange
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aufmunternd, anregend, appetitfördernd, macht gesellig Achtung: Bei Aufhellung mit Weiß verliert Orange seine Leuchtkraft! |
J: Küche, Esszimmer, Räume mit wenig Licht
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Purpur&Violett
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beruhigend, entspannend, schmerzlindernd, appetithemmend, sorgen für feierliche Stimmung, machen passiv |
J: Empfangsräume, Ruhe- und Schlafbereiche
K: Vorsicht bei Küche, Esszimmer
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Rosa
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beruhigend, aggressionsabbauend
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J: Schlafzimmer
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Rot
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appetitfördernd, weckt auf, aktiviert
Achtung: Ein Zuviel an Rot macht unruhig, gereizt und aggressiv! |
L: in Ruhebereichen nur als Akzent, nicht als dominierende Farbe
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Schwarz &Grau
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wirken düster und einengend, machen traurig
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L: nicht als zentrales Farbelement einsetzen
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Weiß
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neutral, kann langweilig und steril wirken
Tipp: Ein Farbtupfer in den weißen Farbtopf und schon wird das Weiß warm! Achtung allerdings bei Mischung mit Blau – so wird’s noch kälter! |
J: als kontrastierendes bzw. beruhigendes Farbelement in allen Wohnbereichen einsetzbar |
Redaktion: ![]()